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>> "Lauter Minis 2020"

Ausschreibung einer Ausstellung des Heidelberger Forum für Kunst e. V.
Kooperationspartner: BBK Bundesverband und BBK Landesverband Baden-Württemberg

Titel: WAS BLEIBT
Vorbemerkung
Im letzten Jahr hat sich in Köln ein Verein gegründet mit der Intention, im Jahr 2021 zahlreiche kulturelle Events zu generieren unter dem Aspekt „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Historischer Hintergrund: Im Jahr 321 n.Chr. ordnete der römische Kaiser Konstantin der Große für Köln an, die Stadt habe künftig auch Juden in den Stadtrat aufzunehmen.
Eine entsprechende Anfrage aus Köln hat das Heidelberger Forum für Kunst positiv beantwortet und schreibt hiermit eine Ausstellung aus mit dem Titel WAS BLEIBT.

Schirmherrschaft
Die Schirmherrschaft über das gesamte Format „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat der Bundespräsident Frank Walter Steinmeier übernommen.

Intention der Ausstellung WAS BLEIBT
Im Lauf der Geschichte haben Juden in Deutschland nachhaltig gewirkt auf allen denkbaren gesellschaftlichen Ebenen: sie waren vertreten in allen kulturellen Sparten, auch als Förderer von Kunst und Kultur, stellten herausragende Wissenschaftler*innen und Forscher*innen, viele Erfindungen aller Art gehen auf Juden zurück. Sie waren präsent als Bürgerinnen und Bürger in zahlreichen deutschen Kommunen, haben dort Straßenzüge und ganze Viertel geprägt, ihre Synagogen waren Teil des religiösen Lebens.
Die Ausstellung WAS BLEIBT soll Werke präsentieren, die sich mit Aspekten dieser Vielfalt jüdischen Lebens und Wirkens auseinandersetzen und damit sichtbar machen, dass jüdische Menschen ein integraler Bestandteil der Bevölkerung hierzulande sind und waren. Und es geht darum, sichtbar zu machen, was von diesem Wirken bis in die Gegenwart geblieben ist.

Teilnahmeberechtigung
Zur Teilnahme berechtigt sind alle professionellen Künstler*innen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Technische und andere Vorgaben sowie Format
Zugelassen sind alle zeichnerischen Techniken sowie Fotografien (nur auf Papier) ausschließlich im Format A 4, da ein großer Rücklauf erwartet wird und mindestens 300 Werke Platz finden sollten. Da die Werke mit einem Magnetsystem präsentiert werden, dürfen keine Pappen als Untergrund verwendet werden, da sie zu schwer für das System sind.
Die Arbeiten können gerne auch skizzenhaft sein. In die Darstellung sollen entsprechende inhaltliche Angaben integriert werden über die dargestellten Persönlichkeiten oder Orte.
Dem Werk, den Werken beizulegen ist eine Kurzbiografie, auf der Rückseite muss der Versicherungswert angegeben werden.

Inhaltliche Aspekte
Dargestellt werden können jüdische Persönlichkeiten der Geschichte oder Gegenwart, aber auch Örtlichkeiten wie entsprechende Straßenzüge, Viertel, Denkmale, Synagogen etc.
Auf der Homepage des Heidelberger Forum für Kunst (www.heidelberger-forum-fuer-kunst.de) ist eine Übersicht zusammengestellt zu jüdischen Persönlichkeiten aus unserer Geschichte, versehen mit Anmerkungen. Darüber hinaus lassen sich auch im Internet entsprechende Informationen finden.

Anzahl der Beiträge
Jede*r Teilnehmer*in kann bis zu 3 Blätter einreichen.

Angaben auf der Rückseite der Werke
Auf der Rückseite der Werke bitte Name, Anschrift, Telefon und Mailadresse des/der Urheber*in angeben für etwaige Rückfragen.

Ausstellungsvergütung
Vorgesehen ist eine Ausstellungsvergütung in Höhe von 20,- Euro. Ob dies allerdings möglich sein wird, hängt von der Höhe des erwarteten Zuschusses für die Realisierung des Projektes ab.

Einsendeschluss
Die Arbeiten müssen bis spätestens 26. März postalisch eingegangen sein beim
Heidelberger Forum für Kunst, Heiliggeiststraße 21, 69117 Heidelberg. Bitte Rückporto beilegen.
Einsendungen per Mail werden nicht berücksichtigt.

Verkauf von Werken
Das Forum für Kunst wird Werke nicht direkt verkaufen, wird aber den Kontakt herstellen zwischen Interessenten und Künstler*innen. Eine entsprechende Abgabe für die Vermittlung an die Galerie entfällt.

Publikation /Öffentlichkeit
Vorgesehen ist die Herstellung einer Publikation mit einer breit gefassten Auswahl eingegangener Beiträge.
Außerdem wird von der Ausstellung ein Video-Film hergestellt, sowie ein Teaser-Film, der ins Netz gestellt werden soll.

Ort der Ausstellung
Die Ausstellung wird gezeigt im Heidelberger Forum für Kunst, mitten in der renommierten Altstadt von Heidelberg. Das Forum ist täglich außer montags geöffnet von 14 bis 18 Uhr. Die Einrichtung hat jährlich ein Besucher*innenaufkommen von mehr als 15.000 Personen.

Jury
Die Jury setzt sich folgendermaßen zusammen:
Prof. Birgit Klein von der Hochschule für jüdische Studien, vom Heidelberger Forum für Kunst      Werner Schaub, Gisela Hachmann-Ruch, Roswitha Josefine Pape, Hartmuth Schweizer.

Begleitprogramm
Im Begleitprogramm sind zwei Vorträge vorgesehen sowie zwei Führungen.

Laufzeit der Ausstellung
Vorgesehen ist, die Ausstellung am 29. Mai zu eröffnen, Laufzeit bis 8. August. Ob diese Terminierung so eingehalten werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.


Persönlichkeiten jüdischer Herkunft in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft
Raphael Levi (1685-1779) Mathematiker, Sekretär von Leibnitz
Moses Mendelssohn (1729-1786) Philosoph
Rahel Levin (1771-1833) Mittelpunkt des intellektuellen Berlins
Salomon
Heine (1767-1844) Bankier, Onkel Heinrich Heines
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812) Münz-und Antiquitätenhändler
Carl Freiherr von Rothschild (1820-1886) Leiter des Frankfurter Bankhauses
Moritz Daniel Oppenheim (1800-1882) Maler
Salomon Pappenheim (1740-1814) Schriftsteller
Michael Beer (1800-1833) Schriftsteller, Bruder von Giacomo Meyerbeer
Heinrich Simon (1805-1860) Mitglied der Nationalversammlung
Gabriel Rieser (1806-1863) Vizepräsident der Nationalversammlung
Heinrich Heine (1797-1856) Dichter
Giacomo Meyerbeer (1791-1864) Opernkomponist
Felix Mendelssohn-Bartoldy (1809-1847) Komponist
Jaques Offenbach (1819-1880) Komponist
Ferdinand von Hiller (1811-1885) Gründer u.Direktor des Kölner Konservatoriums
Moses Hess ( 1812-1875) Begründer des modernen Sozialismus
Karl Marx (1812-1883) Philosoph, kommunistisches Manifest
Ferdinand Lasalle (1825-1864) Gründer des Deutschen Arbeitervereins
Alexander Mendelssohn (1798-1871) Bankier
Josef von Hirsch (1805-1885) Bankier in München
Eduard Bernstein (1850-1932) Führer der Revisionisten i.d. Sozialdemokratie
Paul Singer (1844-1911) Arbeiterführer
Brüder Hermann (1823-1907) und Oskar Tietz (1858-1932) Kaufhäuser in München,Köln, Berlin
Wilhelm Herz (1832-1914) erster Präs. der Berliner Handelskammer
Carl Fürstenberg (1850-1933) Bankier
Max M.Warburg (1867-1946) Bankier in Hamburg
Gerson v. Bleichröder (1822-1893) Hofbankier Kaiser Wilhelms I.
Salman Schocken (1877-1959) Warenhauskonzern
Heinrich Hertz (1857-1894) Physiker
Edmund Rumpler (1872-1940) Flugzeugbauer
Paul Ehrlich (1854-1915) Bakteriologe
Otto Wallach (1847-1931) Chemiker, Nobelpreisträger
Albert Einstein (1879-1955) Begründer der gesamten modernen Naturwissenschaft
Fritz Haber (1868-1934) Chemiker
Sigmund Freud (1856-1939) Begründer der Psychoanalyse
Edmund Husserl (1859-1938) Philosoph, Phänomenologie
Georg Simmel (1858-1918) Philisoph und Soziologe
Gustav Mahler (1860-1911) Dirigent und Komponist
Hermann Levi (1839-1900) Wagner-Dirigent
Max Reinhardt (1873-1941) Theaterregisseur
Max Liebermann (1847-1935) Maler
Alfred Mombert (1872-1942) Dichter
Else Lasker-Schüler (1879-1945) Dichterin
Arthur Schnitzler (1862-1931) Arzt und Schriftsteller
Franz Kafka (1883-1924) Schriftsteller
Friedrich Gundolf (1880-1931) Literaturhistoriker
Franz Marc (1880-1916) Maler
Rosa Luxenburg (1870-1919) politische Aktivistin
Karl Liebknecht (1871-1919 Sozialdemokrat, Marxist
Martin Buber (1878-1965) Philosoph
Eugen Levine´(1883-1919) Kopf der 2. Münchner Räterepublik
Franz Rosenzweig (1886-1929) Philosoph
Rahel Hirsch (1870-1953) erste Medizinprofessorin in Preußen
Friederike Kempner (1836-1904) Schriftstellerin
Alfred Flechtheim (1878-1937) Kunsthändler
Daniel Henry Kahnweiler (1884-1979) Kunstmäzen
Samuel Fischer (1859-1934) Verleger
Walter Benjamin (1892-1940) Erzähler, Kunstkritiker
Max Horkheimer (1895-1975) Sozialforschung
Max Born (1882-1970) Physiker, Nobelpreisträger
Otto Meyerhof (1884-1951) Nobelpreis für Medizin
Arthur Segal (1875-1944) Maler
Laszlo Moholy Nagy (1895-1945) Fotografie, kinetische Kunst
El Lissitzky (1890-1941) Konstruktiv. Kunst
Fritz Lang (1890-1976) Filmregisseur
Ernst Lubitsch (1892-1947) Filmregisseur
Arnold Schönberg (1847-1951) Begründer der Zwölftonmusik
Alban Berg (1885-1935) Komponist
Kurt Weill (1900-1950) Komponist
Richard Tauber (1891-1948) Opernsänger
Fritz Kortner (1892-1970) Schauspieler
Ernst Deutsch (1890-1969) Schauspieler
Arnold Zweig  ( 1887-1968) Schriftsteller
Lion Feuchtwanger (1884-1958) Schriftsteller
Franz Werfel (1890-1945) Schriftsteller

Lynn Schoene zur Erinnerung, 16. Januar bis 21. Februar 2021
Aufgrund der aktuellen Lage wird diese Gastausstellung des Kulturamtes
der Stadt Heidelberg im Forum für Kunst auf das Jahr 2022 verschoben.

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Lauter Minis 2020

Lauter Minis 2020
Lauter Minis und
Aktion Dankeschein bis 28.02.2021

Die Aktion „Lauter Minis“ läuft weiter, allerdings zu folgenden Einschränkungen:

Stets sind an den Fenstern „Minis“ zu sehen, versehen mit Nummern. Falls Sie eines oder mehrere Objekte erwerben möchten, rufen Sie an: 06221/24023, nennen Sie die entsprech enden Nummern. Die betreffenden Exemplare Werden dann in einem Behältnis vor die Tür gestellt/ mit Umschlag, dort legen Sie den
entsprechenden Betrag rein, Übergabe des Wechselgeldes erfolgt auf gleichen Weg – denn die Galerie darf nicht betreten werden.

Preis pro Kunstkarte: 2,50 €

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