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Das gibt`s doch nicht, oder?

Aktion „Lauter Minis“, die zehnte !
Wie immer in den letzten Jahren gibt`s im Forum für Kunst wieder im Dezember handsignierte Originale im Postkartenformat: 870 (in Worten: achthundertsiebzig !) Exponate von über 200 Künstlerinnen und Künstlern, zu Sensationspreisen zwischen 2.50 und 10 Euro, je nach „Zuschlag“. Organisiert von Heidelberg aus läuft diese Aktion in diesem Jahr vernetzt in verschiedenen europäischen Ländern, in Armenien, England, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei und Zypern. Nahezu 3.000 Karten werden in diesen Ländern präsentiert, 870 davon allein in Heidelberg. Unterstützt wird die europaweite Aktion von der Heidelberger Druckmaschinen AG.
Die Verkaufsaktion beginnt am Sonntag, den 18. Dezember, ab 11.00 Uhr im FORUM für KUNST, Heiliggeiststr. 21 in der Heidelberger Altstadt (nicht weit vom Rathaus). Die Mini-Werke kosten zunächst 10 Euro das Stück. Jede halbe Stunde werden sie billiger, ab 13 Uhr kosten sie nur noch 2.50 Euro - soweit noch vorhanden. Eine Stunde vor Beginn – also um 10 Uhr – können die Exponate vorbesichtigt werden, oder in aller Ruhe am Samstag, den 17. 12., zwischen 15 und 18 Uhr.Wer an diesem Sonntag nicht kommen kann, hat in der folgenden Woche, von Dienstag bis Freitag, jeweils von 14 bis 18 Uhr, am Donnerstag sogar bis 22 UhrGelegenheit, sich mit solch originellen Weihnachtsgeschenken einzudecken.
Letzter Ausstellungs- bzw. Verkaufstag ist Freitag, der 23. Dezember 2005.

Folgende 90 Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin, Freiburg und Heidelberg haben Mini-Originale zur Verfügung gestellt: Christian Adam, Rosalinde Alkofer-Kern, Dorothea Arnold, Bettina Bätz, Günther Berlejung, Harald Berlinghof, Ursula Blaha-Köhler, Gabi Blinne, Petra Blocksdorf, Peter Borkenhagen, Luitgard Borlinghaus, Sophie Brandes, Mateusz Budasz, Rolf Buwing, Milan Chlumsky, Michaela Cremer, Irene Cuny, Barbara Dega-Komitowska, Margot Degand, Angelika Dirscherl, Hella Ebing, Sonja Elmer, Ariane Faller, Andreas Fasbender, Ulrike Gerst, Peer Gessing, Paul Gittins, Chrisy Grambitter, Christian Greising, Gisela Hachmann- Ruch, Rainer Hahn, Gertrud Hildebrand, Heiko Hofmann, Dik Jüngling, Hannah Jüngling, Cholud Kassem, Monika Klein, Dirk Klomann, Thorsten Knebel, Anja Kniebühler, Daniel Koch, Barbara Köhler, Monia Krüchten, Caroline Laengerer, Petra Lindenmeyer, Karin Lotzwi, Marie Marcks, Philine Maurus, Ada Mee, Claus Messmer, Diogenes Mock, Ellis Neu, Ron Otter, Hansjörg Palm, Roswitha Josefine Pape, Hildegard Parekh, Hilde Peetz, Rolf Pflüger, Horst Reblitz, Siegfried Reißing, Vera v. Reitzenstein, Gertrude Reum, Werner Richter, Isabell Riederer, Manfred Riederer, Rita Roessling, Sigrid Rossmann, Kornelia Roth, Carl Alois Sambale, Brigitte Satori-Constantinescu, Britta Schaefer, Werner Schaub, Katja Schmid-Herle, Ludwig Schmeisser, Ursula Schnell-Schmitt, Lynn Schoene, Lilo Schweizer, Piet Sohl, Sabine Specht, Klaus Staeck, Christel Steier, Raingard Tausch, Ralph Troendlin, Andrzej Urbanski, Marisa Vola, Marina Volkova, Elke Wassmann, Elke Weickelt, Sandra Wickel, Felicitas Wiest.

Dazu kommen etwa 60 Künstlerinnen und Künstler aus Armenien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei und Zypern.

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Mini Sammler
Peter Dorn


Nur digital

„ALLES DIGITAL“

Am Freitag, den 18. November 2005, 20 Uhr eröffnete die Heidelberger Künstlergruppe im Forum für Kunst eine Ausstellung zum Thema "ALLES DIGITAL", mit dem sich fünf Künstlerinnen und Künstler der Heidelberger Künstlergruppe 79 im Forum für Kunst auseinander setzen.

Zu sehen waren malerische, fotografische sowie videotechnische Herangehensweisen von Günther Berlejung, Dik Jüngling, Chrisy Grambitter, Werner Richter und Sandra Wickel.

Von Chris Grambitter z.B. waren zu sehen: Das Projekt 1, Digitalschrottverwertung durch Analogveredelung (mit bug) und das Projekt 2, Digitales " De-bug-ing" einer analogen Gefühlspinselei.
Oder von Werner Richter, der Arbeiten zeigt, deren gemeinsame Herkunft die Digital- Photographie und -Bildbearbeitung sind, jedoch in klassischen Drucktechniken in völlig neuem Licht erscheinen."

Zur Einführung sprach der Heidelberger Mathematiker und Stadtrat Roger Schladitz. Im Anschluß sorgen "The Digital Cowboys" mit Gagey Mrozeck und Hans Reffert für den musikalischen Rahmen.

Letzter Ausstellungstag war Sonntag, der 11. Dezember.


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Gravura Brasileira:

zeitgenössische Druckgrafik aus Brasilien

Die Ausstellung Gravura Brasileira wurde am Freitag, den 14. Oktober 2005, 20 Uhr, im Forum für Kunst eröffnet und zeigte sechs Künstlerinnen und Künstler aus Brasilien, die sich hauptsächlich mit der Druckgrafik beschäftigen. Sie versteht sich als eine junge, aktuelle Position zu künstlerischen Gedanken, die sechs unterschiedlich denkende künstlerische Persönlichkeiten in sich tragen und formulieren. Zur Einführung spricht Frau Dr. Eliane De Simone. Alle sechs leben in Brasilien, die meisten in der Kunstmetropole São Paulo, wo schon seit über 50 Jahren durch die Biennale von São Paulo eine dauerhafte Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst gefördert wird. Nicht unbedingt mit dem Minimalismus und der Reduzierung der Grafik wird hierzulande die Kunst aus Brasilien assoziiert, eher mit großzügigen Gesten, leuchtenden Farben und bedeutungsgeladener Exotik. Umso größer wird dann die Überraschung, wenn in vielen dieser Arbeiten eine gewisse „Seelenverwandtschaft“ mit der Tradition der europäischen graphischen Kunst entdeckt wird.

Einige von den sechs Künstlerinnen und Künstlern beziehen nicht nur Bilder sondern auch Schriftzeichen und manchmal auch Wörter in ihre Arbeiten ein. Keine Wunder: das Wort Grafik stammt vom griechischen „graphein“, das sowohl „einritzen, eingravieren“ als auch „schreiben“ bedeutet. Also, es sind Begriffe, die einander sehr nahe stehen.

Sebastião Pedrosa (*1944, Vicencia) beispielsweise, präsentiert Blätter aus der Serie „A escrita secreta” (Die geheime Schrift). Er bezieht sich auf die Spuren von prähistorischen Inschriften, die in der archäologischen Stätte „Pedra do Ingá“ (in der Nähe seines Wohnortes Recife) gefunden wurden. Merkmale seiner Arbeiten sind Schriftzeichen einer imaginären Bilderschrift, die uns zum entziffern einladen und an die Möglichkeit, ursprüngliche menschliche Gedanken und Erfahrung zu vermitteln, erinnern.

Die Arbeiten von Helena Freddi (*1958, São Paulo) meistens in kreuzförmigem Großformat, basieren auf der Struktur des „Carmen Figuratum“ (Figurengedicht), einer speziellen Form visueller Poesie, die auf die römische Spätantike und das Mittelalter zurückgeht und bei der die Anordnung der Buchstaben bzw. Worte im Gesamteindruck ein Bild ergibt. Zu Wörtern fügt die Künstlerin Bilder hinzu, die in einer vielschichtigen Überlagerung von visuellen Zeichen und konzeptuellen Bedeutungen resultieren.

Die Künstlerin Constança Lucas (* 1960, Coimbra, Portugal; lebt in São Paulo seit 1978) schreibt auch Gedichte und Prosa, die sie in ihre graphischen Werke mit einbezieht. Die Auswahl der Arbeiten (digital prints auf Papier, in limitierter Auflage), die hier gezeigt werden, gehören zur Serie „Imagem e Palavra“ (Bild und Wort) und sind durch den dringenden Wunsch, zu politischen Veränderungen aufzufordern, motiviert. Ihre Arbeiten wiederholen den geschriebenen Satz „Cidadania: quero-a hoje“, der wie ein brisanter und aktueller Appell für Gerechtigkeit klingt, in einen Moment, in dem die politischen Institutionen in Brasilien wegen Skandal und Korruption unglaubwürdig geworden sind.

Gegensätzliche Kunstrichtungen beeinflussen die Farbholzschnitte von Claudio Caropreso (*1975, São José dos Campos): Einerseits die Unmittelbarkeit und die kühnen, groben Züge der expressionistischen Grafik, anderseits die „urbrasilianische“ volkstümliche Tradition der „literatura de cordel“, (Literatur von der Leine). Im Hinterland des Nordosten Brasiliens geboren, erzählt diese in Reimen die großen Mythen des Sertão; gedruckt als kleine Heftchen, tragen sie auf dem Titelblatt ein in Holz geschnitztes Bild, das die Geschichten zusammenfasst und illustriert. Oft kombiniert der Künstler in seinem farbenfrohen Werk die Elemente des Expressionismus und der „Literatur von der Leine“ mit ironischen und zeitgemäßen, kommentierenden Textteilen.

Jacqueline Aronis (*1955, São Paulo) ist keine Unbekannte im Rhein-Neckar-Dreieck: 2003 zeigte sie ihr Werk in einer Einzelausstellung im Kunstverein Ludwigshafen. Ihre Arbeiten behandeln zwei Hauptthemen: der Kosmos und das Herz, ergänzende und gegensätzliche Gegenstände zugleich, denn beide stehen als Inbegriff der Totalität und Einzigartigkeit des Leben schlechthin. Kosmos und Herz symbolisieren extreme Gegensätze: die äußerste Außenwelt und die innerste Innerlichkeit, der Mittelpunkt des Menschlichen und der Kern seiner kosmischen Auflösung, das Verborgenste und das Unerreichbarste. Während Galaxien, Konstellationen und Sternhimmelkarten auf das Unendliche, das Unermessliche hinweisen, befindet sich in der Darstellung des Herzens die innerlichste Erfassung des „Ichs“.

Jacques Jesion (*1958, São Paulo) Druckgraphik spricht vom reduzierten Lyrismus und sorgfältigen Handwerklichkeit des Kupfertisches, wobei der Künstler das Verfahren des Mezzotinto bevorzugt. Er arbeitet mit der Wiederholung und Abwechslung von Matrizen auf großformatigen Blättern, in dem die tonigen Übergänge von Flächen aus kräftigem Schwarz bis hin zu reinem Weiß seinen Werken malerische Wirkungen verleihen.

Letzter Ausstellungstag war Sonntag, der 13. November.

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Gravour


Materialprüfung

Ausstellung „Materialprüfung“

Am Freitag, den 9. September 2005, 20:00 Uhr, eröffnete die Heidelberger Künstlergruppe im FORUM FÜR KUNST, Heiliggeiststraße 21 ihre erste Ausstellung nach der Sommerpause „Materialprüfung“ mit Arbeiten von Rainer Hahn, Daniel Koch und Hartmut Schweizer.

Daniel Koch beschäftigt sich mit der Verbindung von Malerei und Objekt. Auf frühere Arbeitsreihen, teilweise übermalter Materialmontagen, folgten 1999 Wandinstallationen. In ihnen wird weggeworfenen Gebrauchsgegenständen künstlerisch eine neue Wertigkeit verliehen.

Detlof Graf von Borries, Geschäftsführer der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, schreibt hierzu folgendes: „Der Gegenstand und sein Farbfeld bilden so eine untrennbare Einheit, sie bedingen einander, können sich nur gemeinsam artikulieren, ohne ihre eigene Gegenständlichkeit aufzugeben.“

Der triviale Einzelgegenstand wurde somit in den letzten Jahren Hauptthema Kochs künst-lerischer Arbeit. Durch die Gegenüberstellung mit Farbflächen, die sie interpretieren, soll die Materialität und die Zeitabhängigkeit der Objekte betont werden.

Der Künstler erhielt 2001 das Heinrich von Zügel- Stipendium der Stadt Wörth a.R. und den ersten Preis für „Junge Kunst in Rheinland-Pfalz“ des Kunstvereins Neustadt a.d.W..

Bei der Ausstellung „Materialprüfung“ zeigt der Künstler Doppelstücke: Eine Gegenüberstellung aus Fundstück und seiner im Umriss deckungsgleichen malerischen Ergänzung.

Rainer Hahn verwendet neben diversen Fundstücken vorwiegend handelsübliches Walzblei unterschiedlicher Dicken und Eisenblech.

Seine besondere Liebe gilt dem Blei. Bei sanftem Widerstand läßt es sich in jede Form bringen und bietet durch Oxidation und mechanische Einflüsse interessante Oberflächenreize. Umwelteinflüsse ersetzen somit den Duktus des Pinsels.

Er nutzt das Erscheinungsbild des Materials bewußt um archaisierende Bildobjekte zu schaffen. Betonte Strenge, Geschlossenheit und additiver Aufbau gehen einher mit der dekorativen “Dekadenz” der Oberflächen. Vor Augen hat er die Ästhetik des Verfalls von Venedig, archäologische Ausgrabungsgegenstände oder afrikanische Stammeskunst. Geheimnisvolle Bilder, die von Geschichte, Leben, Verfall usw. geprägt zu sein scheinen. Die Rückwendung zu Merkmalen früherer Kunststufen ist seine Gegenbewegung zur Ästhetik des Computer-Zeitalters.

Hartmuth Schweizer beschäftigt sich vorwiegend mit dem “Kreis”, der seit der Antike in Konzepten von Architektur und Kunst Bedeutung erfährt. der Kreis gilt als Sinnbild höchster mathematischer Vollkommenheit und göttlicher Schönheit, gegenübergestellt dem Zerfall von Schönheit und dem Chaos.

Schweizer entwickelt eine Kunstform, die stärker die konzeptionelle und interdisziplinäre Seite der Arbeit betont und die den Materialbezug und die Aktion in den Vordergrund stellt – das Kunstwerk als Objekt oder Produkt, als Ziel der Arbeit tritt in den Hintergrund.

Die Objekte, Zeichnungen, Installationen, Fotos und Filme transportieren sehr unterschiedliche Aspekte der Kunst und erhalten den Charakter des Experiments.

Der letzte Ausstellungstag war Sonntag, der 9.10.2005.

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3 x 1

Die Heidelberger Künstlergruppe zeigte im FORUM FÜR KUNST die Ausstellung “ 3 x 1 ” mit Collagen von Rolf Buwing, Angelika Dirscherl und Andrzej Urbanski .

Die Vernissage fand statt am Freitag, den 15. Juli 2005 , 20:00 Uhr. Zur Einführung sprach Dr. Milan Chlumsky.

3 x 1, das sind eine Künstlerin, zwei Künstler und ein Material: Papier gibt ihnen immer neue Impulse etwas sichtbar werden zu lassen, in Collagen vielfältiger Art.

Für Andrzej Urbanski, Angelika Dirscherl und Rolf Buwing ist Papier etwas ganz Besonderes. Geschriebenes, Gefundenes, Geformtes, Gefaltetes wird in eine neue Ordnung gebracht. Spuren von Vertrautem und Fremdem sowie Fundstücke zarter Erinnerung werden in die Bildfläche integriert. All die Zettel, Photos, Dokumente und Papierchen haben ihre eigene Geschichte, eines findet zum anderen.

Aus- und Abrisse laden zu einer Zeitreise ein, verschlüsselten Botschaften nach zu spüren und sich mit dem “Prinzip Collage” zu beschäftigen. Ältere und neuere Arbeiten geben Einblick in deren “Papierleben – Papier-Erleben”.

Alle drei sagen: “Wir brauchen das Papier”. Diese Aussage zeigt sich in besonderer Weise zutreffend für die Ausstellung , eben für: 3 x 1

Der letzte Ausstellungstag war Sonntag, der 14.08.2005.

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Ausstellung 3X1


Peter Borkenhagen
Perter Borkenhagen

Milan Chlumsky
Milan Chlumsky

Klaus Meyer
Klaus Meyer
Wenn die Welt abstrakt wird

Als Beitrag im Rahmen des „Monats der Fotografie“ eröffnete die Heidelberger Künstlergruppe am Freitag, 10. Juni 2005, 20:00 Uhr die Ausstellung „Wenn die Welt abstrakt wird“ von Peter Borkenhagen, Milan Chlumsky, Klaus Meyer und Knut Rössler im „Forum für Kunst“ in Heidelberg.

Zur Einführung sprach Milan Chlumsky.

Konzentration auf möglichst klare Formen, Bereinigung der Farben, perfekte Balance innerhalb der Tonskala - die in Heidelberg lebenden Fotografen Peter Borkenhagen, Milan Chlumsky, Klaus Meyer und Knut Rössler beschäftigen sich seit mehreren Jahrzehnten mit der Lichtbildnerei. Jeder arbeitet an den Grenzen zwischen gegenständlicher und abstrakter Fotografie. Die Entscheidung für das eine oder das andere ist bei keinem von ihnen grundsätzlicher Natur. Ihre Arbeiten sind Wegmarken dieser Grenzgängerei, überschreiten sie mal in die eine, mal in die andere Richtung. Für ihre aktuelle Ausstellung wählten sie den Titel „Wenn die Welt abstrakt wird“. Der Weg, der vom Konkreten zum Abstrakten führt, ist bei jedem Fotografen verschieden.

Sämtlichen Arbeiten liegt die reiche Tonwertskala der Schwarzweißfotografie zu Grunde. Ein weiterer gemeinsamer Nenner ist ihr Bezug zur Realität: Obgleich manche Bilder stärker als andere bearbeitet werden und ihre Struktur stark verfremdet wird, so wird stets die „Einbettung“ in der Wirklichkeit sichtbar - aus der Überzeugung der vier Fotografen heraus, dass dieser Bezug der Fotografie zur Realität nicht zu leugnen ist und ihr Faszinosum ausmacht, das sie von allen anderen Medien unterscheidet.

Peter Borkenhagen (*1947), gelernter Fotograf, der sehr viel im Porträtbereich gearbeitet hat, begann – da ihn die Eins-zu-eins-Abbildung nicht befriedigte - als einer der ersten in Deutschland mit Fotoübermalungen. Aus dem ursprünglich gegenständlichen Bild wurde so ein abstraktes Gebilde. Nach und nach erweiterte er sein Vorgehen um andere „abstrakte“ Techniken. So trennte Borkenhagen in seriellen Polaroid-Aufnahmen absichtlich die „Trägerschichten“; sie bildeten malerische Sequenzen, die dann weiter bearbeitet wurden. Das Konkrete wurde von der Realität gelöst und dadurch abstrakt.

Als Milan Chlumsky (*1946), promovierter Literaturwissenschaftler und Fotohistoriker, Ende 1960er Jahre eine Fotografieausbildung in einem Studio am Place Clichy in Paris begann, gehörten Manipulationen unter dem Vergrößerungsgerät zur alltäglichen Praxis. Die Anzahl misslungener Negative – auch von damals bekannten und nicht selten gut honorierten Fotografen – war erstaunlich groß. Damals entstand sein noch heute gültiger Anspruch, schon bei der Aufnahme ein fertiges Bild zu erreichen. Abgesehen von der Wahl des Ausschnitts, bleiben die Negative unberührt, die Digitaldaten unbearbeitet. Er zeigt schwarzweiße Aufnahmen von Strandgut in British Columbia, wo sich durch jahrzehntelanges Auswaschen bizarre Formen in Steinen und Hölzern ausgeprägt haben.

Klaus Meyer dagegen, gelernter Fotograf, bearbeitet am Computer nachträglich schwarz-weiß aufgenommene Negative, indem er eine farbige Linie in den Raum einführt. Manchmal wird dadurch die Perspektive „gestört“, ein anderes Mal geht es darum, der üblichen Sichtweise einen Widerstand entgegenzusetzen. Denn das Auge folgt nur bestimmte Bildachsen und lässt andere völlig außer Acht. Meyers Eingriff in den „Sehraum“ verdeutlicht jene Bildpartien, die sonst unter Umständen gar nicht wahrgenommen würden.

Knut Rössler, Jurist, Musiker und Fotograf, vergrößerte im Laufe seiner künstlerischen Laufbahn 6x6-Farbdiapositive so stark, dass schließlich nur Farbflächen blieben – die Farbe wurde, wie in der Malerei, zur Trägerin der abstrakten Form. Fortan ging es ihm darum, diese Flächen zu „rhythmisieren“, ihnen also eine musikalische Qualität zu verleihen, die sie in ihrer ursprünglichen – „konkreten“ – Form nicht hatten.

Einig sind sich alle vier darin, dass für die Begriffe des Abstrakten und Konkreten die Technik als solche keine Rolle spielt. Digitale Fotografie bedeutet nicht per se, Realität zu manipulieren, während analog aufgenommene Bilder durch Übermalungen ihre Gegenständlichkeit völlig verlieren können. Der Betrachter kann selbst entscheiden, ab welchem Moment sich die beiden Begriffe des Konkreten und des Abstrakten zu vermischen beginnen.

Letzter Ausstellungstag war Sonntag, 10. Juli 2005.

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KEHL – come on over

Die Heidelberger Künstlergruppe 79 eröffnet in Zusammenarbeit mit der Galerie Deschler, Berlin im Forum für Kunst am Freitag, 06. Mai um 20:00 Uhr die Ausstellung „KEHL – come on over“. Zur Einführung spricht Werner Schaub.

Unter dem Titel „Volkskunst“ präsentiert KEHL seit 2002 Skulpturen, ein Medienwechsel nach den Lackgemälden und Prints der Vorjahre. Als Synthese aus traditionellem erzgebirgischen Holzkunsthandwerk und den vertrauten Hochglanz-Phantasien der Gegenwart entstehen zigarrenpaffenden Räucherfrauen mit violetten Turmfrisuren oder schrill gestylte Großstadtdiven, die als Nußknacker fungieren.

Die Plastiken werden nach KEHLs Entwürfen von Hand gedrechselt und geschnitzt. Auch in der Dreidimensionalität erkennt man die für seine Arbeit typischen, immer wiederkehrenden Formen, die er mit leuchtenden Farben bemalt. In der Tradition der Pop Art steht nicht nur die Möglichkeit der massenhaften Reproduktion, sondern auch der Gedanke Kunst mit Nicht-Kunst zu kombinieren, Grenzen zu verwischen und Wahrheiten im Banalen zu entdecken und auszudrücken.

Die heile Welt der weihnachtlichen Figürchen aus dem Erzgebirge ist für viele eine süßlich-schöne bis schmerzhaft plagende Kindheitserinnerung. So setzt Kehl schon auf emotionaler Ebene an, dem Betrachter sein eigentliches Thema nahezubringen: In vielen Arbeiten KEHLs geht es darum, nachzuvollziehen, dass es einer Sozialisation von Kindheitsbeinen an bedarf, um sich in unserer Zivilisation zurechtzufinden. Spielerisch (wie zum Beispiel mit den hölzernen Elektrorasierern, die KEHL auf Seidenkissen zu Ikonen überhöht) oder durch das bereitwillige Übernehmen absurder Funktionen oder Tätigkeiten (wie Räuchern oder Nüsseknacken) werden wir trainiert, uns möglichst glatt und konturlos in die Gemeinschaft einzufügen.

Bald wird klar: Die eigentliche „Volkskunst“ ist die Kunst des Einzelnen, in der Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes zu „funktionieren“, sich im ständigen Widerstreit von natürlichem Verhalten und den Anforderungen der Gesellschaft zu behaupten und in ihr zu überleben. Daher ist bei KEHL die Holzkunstwelt auch nicht mehr lauschig und niedlich – skurril, grotesk, böse oder teilweise entstellt heischen seine Figuren um Aufmerksamkeit, immer verführerisch glatt und glänzend, leuchtend bunt, manchmal als Bausatz, um dem Betrachter die Möglichkeit zur eigenen Gestaltung an die Hand zu geben.

KEHL gelingt es also, uns ausgerechnet mit Hilfe traditioneller deutscher Volkskunst dazu zu bringen, uns mit unserer Identität in sozialen und kulturellen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Eine vielschichtige und bei aller Konzeptionalität auch lustvolle Glanzleistung.

Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 5. Juni 2005; zugänglich ist die Präsentation Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 18 Uhr, am Donnerstag bis 22 Uhr.

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Kehl - come on over
KEHL: "Snobbish Seahorse", 2001
Weymouthskiefer lackiert, Höhe 100 cm
Fotografie:
www.jirka-jansch.com


Alain Bonicel
Alain Bonicel "ohne Titel", Acryl auf Papier, 2005

“ DESINVOLTURE ”

Die Heidelberger Künstlergruppe zeigte im FORUM FÜR KUNST die Ausstellung "Desinvolture" mit großformatigen Arbeiten von Karl-Heinz Treiber aus Hirschberg und Alain Bonicel aus Montpellier.

Die Vernissage fandt am Freitag, 08. April 2005, 20:00 Uhr statt. Zur Einführung sprach Susanne Spoerel.

Alain Bonicel , geboren 1944, benutzt Farben, Lacke, Pigmente, Tinte und Firnis, die dann den Raum erobern auf den Leinwänden, auf Holz, Karton und Papier. Vielfältige und wandlungsfähige Formen entstehen, immer jedoch in der Struktur gebändigt und von der Vorstellungskraft des Malers geprägt.

Karl Heinz Treiber , geboren 1956, studierte an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. In seiner Malerei läßt er sich von Form, Licht, Linie und insbesondere Farbe leiten, bis ebenso monumentale wie präzise Werke vollendet sind.

Diese Ausstellung war auch während der Langen Nacht der Museen am 16.04. 2005 von 19 bis 3 Uhr geöffnet.

Für alle, die sich tiefer in die Gestaltungswelt von Alain Bonicel und Karl-Heinz Treiber einlassen möchten, gibt es in der Langen Nacht der Museen eine Führung durch die Ausstellung, bei der Karl-Heinz Treiber seine Bildsprache erläutern wird.

Dazu gibt es als weiteres Highlight in der Langen Nacht der Museen die Uraufführung der audiovisuellen Musikperformance von:

THE McCARRICKS: “MUSIC FROM THE THIRD FLOOR”

Martin McCarrick –Cello & Kimberlee McCarrick – Violine

Der letzte Ausstellungstag war Sonntag, 01. Mai 2005.

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„Kunst aus Cambridge“

Austauschausstellungen haben im Forum für Kunst eine lange Tradition, nicht nur mit Künstlerinnen und Künstlern der Partnerstädte.

Was lag also näher, als zum 40- jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Cambridge und Heidelberg die alten Kontakte aufzufrischen und mit Unterstützung der Städte Heidelberg und Cambridge einen Ausstellungsaustausch zu vereinbaren.

13 Künstlerinnen und Künstler der Open studios Cambridge werden ihre Arbeiten präsentieren – Malerei, Fotografie und Textilarbeiten:

Rebecca Merry (Ölmalerei), Robert Good (Ölmalerei), Robin Stemp (Fotografie), Munni Srivastava (Textilkunst), Adrian Tuchel (Aquarell), Sue Kafka-Ellis (Aquarell), Deanna Tyson (Seidenmalerei), Virginia Albutt (Ölmalerei), Liz Moon (Aquarell), Marina Yedigaroff (Ölmalerei), Phil Cope (Fotografie), Lee Creswell (Textilkunst) und Barbara McGirr (Aquarell und Collage).

Zu sehen sind Landschaften, Stadtansichten, Straßenszenen, Architektur, Stilleben sowie meditative und spirituelle Ansichten.

Die Vernissage am Ostermontag, den 28. März 2005, 18:00 Uhr
ist eingebettet in das offizielle Programm der Stadt Heidelberg und gibt der Delegation aus Cambridge Gelegenheit zur Teilnahme.

Zur Eröffnung spricht Beate Weber, Oberbürgermeisterin der Stadt Heidelberg.

Zwei Künstlerinnen aus Cambridge, Munni Srivastava und Liz Moon, werden zudem anwesend sein und auf Fragen zur Ausstellung und zu den Mitgliedern der Open Studios Cambridge antworten.

Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 03. April 2005.

Öffnungszeiten sind Di bis So von 14 - 18 Uhr und Do von 14 - 22 Uhr.

Mitglieder der Heidelberger Künstlergruppe eröffnen im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum der Städtepartnerschaft in Cambridge ihre Ausstellung in der Guildhall am Donnerstag, den 07. Juli 2005.

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Robin Stemp
Robin Stemp
"The Fitzwilliam Museum Cambridge", 2004


Schülerwettbewerb
Hannah Zeumer (14) & Larissa van Laack (13)

Schülerwettbewerb „Cambridge - Heidelberg“

Beim Schülerwettbewerb der Heidelberger Künstlergruppe 79, unterstützt vom Freundeskreis des Gymnasiums des Englischen Instituts Heidelberg und dem Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Heidelberg, wurde diesmal das Thema

Cambridge - Heidelberg“ gewählt. Anlass hierfür bot das 40- jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft, das in beiden Städten mit einem umfangreichen Programm gefeiert wurde.

Der Schülerwettbewerb als fester Ausstellungstermin hat bei der Heidelberger Künstlergruppe eine mehr als 15- jährige Tradition. Politische und soziale Themen wurden im Lauf der Jahre bearbeitet. Daneben aber auch Themen, die fast den Charakter einer Umfrage hatten.

Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wieder sehr viele kleine Kunstwerke geschaffen wurden und sich nicht nur Schülerinnen und Schüler von Schulen aus Heidelberg und der Region am Wettbewerb beteiligten, sondern auch aus der englischen Partnerstadt. Zu bearbeiten war eine Vorlage, die ausreichend Raum für die künstlerische Bearbeitung ließ. Alle Techniken wie Zeichnung, Malerei und Collage kommen zur Anwendung.

Die Vernissage war am Freitag, den 18. März 2005 , 16:00 Uhr.

Nach der Begrüßung durch Dr. Joachin Gerner, Kultur- und Sozialbürgermeister der Stadt Heidelberg und Werner Schaub, konnten die vielen anwesenden Teilnehmer einen Preis aussuchen und sich mit einer Menge kleiner Leckereien versorgen.

Ausstellungsende: Mittwoch, den 23.03.2005

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Zeichner trifft Maler

Zeichner trifft Maler lautete der Titel der Ausstellung von 2 Künstlern aus Weinheim und Mannheim, die am Freitag, den 18. Februar 2005, um 20:00 Uhr im Forum für Kunst eröffnet wurde.
Heiko Hofmann, geboren 1946, lebt in Weinheim und begann 1968 in Wien mit einem Schauspielstudium, bevor er 1972 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg seine künstlerische Ausbildung erhielt, als Meisterschüler bei Professor Graubner. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sind besonders zu betonen das DAAD- Stipendium für Spanien (1979/80) und das Stipendium der Stadt Hamburg (1984).
Rainer Negrelli, geb. 1943, lebt in Mannheim und arbeitet als Dozent an der Freien Kunstakademie Mannheim. Er begann seine künstlerische Laufbahn 1964 an der Werkkunstschule Mannheim, bevor er 1966 an die Hochschule für Bildende Künste Berlin wechselte, und ab 1968 das Studium an der staatlichen Akademie für Bildende Künste Karlsruhe weiterführte. 1970 erhielt er den Förderpreis der Heinrich Zille Stiftung Berlin, 1980 das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und 2002 den Preis der internationalen Druckgrafik Triennale Frechen.

Rainer Negrellis Arbeiten sind zeichnerische Auseinandersetzungen mit der erkennbaren Wirklichkeit. Ob Industriegebäude oder die menschliche Figur, immer wieder wird die Direktheit der gesehenen Empfindung visualisiert. Für Heiko Hofmann ist die Malerei eine Brücke zwischen dem Geist des Malers und dem Betrachter. Die Kunst besteht nicht aus kalter Richtigkeit, das Wichtigste ist, dass etwas zum Ausdruck gebracht wird. Zur Einführung in die „Welt von Zeichnung und Malerei“ spricht die Kunsthistorikerin Dr. Andrea Schmidt-Niemeyer.

Letzter Ausstellungstag war Sonntag, der 13. März 2005.
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Heiko Hofmann


Im Kreis der Freunde
Gruppenfoto Amsterdam 1944,
vorn Wolfgang Frommel und Percy Gotheim

Im Kreis der Freunde

Eine Ausstellung des Kulturamts der Stadt Heidelberg und der Stichting Castrum Peregrini, Amsterdam, in Zusammenarbeit mit der Stefan George-Stiftung, Stuttgart im Forum für Kunst Heidelberg.

Eröffnung am 16. 01. 2005 um 11:00 Uhr.

Zum Inhalt:

Heidelberg und seine Universität standen seit jeher im Schnittpunkt unterschiedlichster intellektueller Kreise. So rief Alfred Weber 1908 den
"Januskreis" ins Leben, es gab die "Jours" im Haus von Max und Marianne Weber, der Kreis um Wilhelm Fraenger nannte sich "Die Gemeinschaft".
Auch die während des 2. Weltkriegs in den besetzten Niederlanden gegründete Zeitschrift "Castrum Peregrini" hatte ihren Ursprung in einem Freundeskreis, der sich um den exilierten Dichter und Journalisten Wolfgang Frommel gebildet hatte. Frommel hatte in Heidelberg, wo sein Vater seit 1907 die Stelle als Pfarrer der Christuskirche inne hatte, Germanistik, Theologie und Pädagogik studiert.
Die Dokumente der Ausstellung - Briefe, Bücher, Bilder, Handschriften -
veranschaulichen die Nähe Frommels zu Persönlichkeiten wie Theo Haubach, Wilhelm Fraenger, Percy Gothein oder zu den Mitgliedern des George-Kreises und erklären Entwicklung wie Schwerpunkte des Verlags "Castrum Peregrini".

Finissage am 13.02.2005 um 11:00 Uhr.

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