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Lauter Minis, Rolf Buwing
Rolf Buwing

Lauter Minis, Gisela Hachmann-Ruch
Gisela Hachmann-Ruch

Lauter Minis, Regine Scharf
Regine Scharf
„Lauter Minis“ 14.12. - 21.12.2014

Seit vielen Jahren eine gute Tradition und zudem eine teuflisch gute Gelegenheit?
Immer wenn das Jahr zu Ende geht und Weihnachten vor der Türe steht, lohnt es sich besonders, diesen Termin – Eröffnung der Verkaufsausstellung „Lauter Minis“  in den Kalender zu notieren und im Heidelberger Forum für Kunst vorbei zu schauen.

Sicher werden auch diesmal mehr als 500 (!) handsignierte Originale von Künstlerinnen und Künstlern zu Sensationspreisen zwischen 2.50 und 10 Euro angeboten werden.

Dazu auch wieder kleine dreidimensionale Objekte, die anfangs mit 25.- Euro aufgerufen werden!

Christian Adam, Hans Joachim Ahrens, Susanne Bauernschmitt, Günther Berlejung, Natalia Berschin, Ursula Böhler, Vera Bonsen, Peter Borkenhagen, Luitgard Borlinghaus, Rolf Buwing, Milan Chlumsky, Reiner Coblenzer, Michaela Cremer, Irene Cuny, Angelika Dirscherl, Hella Ebing, Sonja Elmer, Stanford Fata, Peer Gessing, Chrisy Grambitter, Berna Gülerbasli, Gisela Hachmann-Ruch, Katja Hess, Gertrud Hildebrand, Heiko Hofmann, Mitsuko Hoshino, Dik Jüngling, Marianne Kaerner, Manfred Kästner, Sigrid Kiessling-Rossmann, Monika Klein, Dirk Klomann, Gerd Konrad, Thomas Köhler, Caroline Laengerer, Petra Lindenmeyer, Haibin Li, Philine Maurus, Ada Mee, Cordula Meffert, Claus Meßmer, Klaus Meyer, Ellis, Neu Ron Otter, Roswitha Josefine Pape, Hildegard Parekh, Hildegard Peetz, Siegfried Reißing, Isabell Riederer, Manfred Riederer, Kornelia Roth, Britta Schaefer, Carl Alois Sambale, Regine Scharf, Werner Schaub, Sebastian Schäuffele, Ludwig Schmeisser, Ursula Schnell-Schmitt, Lynn Schoene, Hartmuth Schweizer, Lilo Schweizer, Klaus Staeck, Raingard Tausch, Ralph Troendlin, Andrzej Urbanski, Mario Urlaß, Marisa Vola, Elke Wassmann, Felicitas Wiest, Grete Werner-Wesner.

Die Exponate – im Postkartenformat oder als kleine Objekte – können am Samstag, den 13.12., zwischen 14 und 18 Uhr besichtigt werden.

Zu kaufen sind sie aber erst am Sonntag, den 14. Dezember, ab 11.00 Uhr im Heidelberger FORUM für KUNST, Heiliggeiststr. 21 in der Heidelberger Altstadt (nicht weit vom Rathaus).

Wir wissen jetzt schon, dass wir auch in diesem Jahr wieder einige besonders begehrte „Exponate“ anbieten können. Diese werden vorab versteigert.

Im Anschluss werden alle noch verfügbaren Minis verkauft. Für nur 10 Euro die Postkarte bzw. 15 Euro das dreidimensionale Objekt.  Jede halbe Stunde werden die Postkarten billiger, gegen 14 Uhr kosten sie nur noch 2.50 Euro -  soweit  noch vorhanden. Der gesamte Erlös der Aktion „Lauter Minis“ wird vollständig zur Förderung des Vereins verwendet.

Wer an diesem Sonntag nicht kommen kann, hat in der folgenden Woche, von Dienstag bis Sonntag,  jeweils von 14 bis 18 Uhr, Gelegenheit, sich mit solch originellen Weihnachtsgeschenken einzudecken.

Letzter Ausstellungs- bzw. Verkaufstag ist Sonntag, der 21. Dezember 2014.

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Vernissage 14.11. - 07.12.2014

Am Freitag, den 14. November 2014, wird im Heidelberger Forum für Kunst die Ausstellung „Vernissage“ eröffnet, mit Arbeiten von 15 Künstlerinnen und Künstlern: Hans Joachim Ahrens, Peter Borkenhagen, Luitgard Borlinghaus, Milan Chlumsky, , Katja Hess, Heiko Hofmann, Dik Jüngling, Manfred Kästner, Philine Maurus, Klaus Meyer, Ron Otter, Roswitha Pape, Hildegard Parekh, Rita Roeßling.

Im 19ten Jahrhundert trugen die Künstler vor der ersten Veröffentlichung Firnis (französich: vernis) auf die auszustellenden Bilder auf.  Damit wurde die Arbeit „abgeschlossen“, da ein Weitermalen hinterher faktisch unmöglich war. Dieses Vorgehen wurde mit einer Feier im Kreis von Freunden und Auftraggebern verbunden, meistens in den Ateliers der Künstler  und hatte den Zweck, die neuesten Werke zu präsentieren, auf denen „der Firnis“ noch nicht trocken war“.

Im 20ten Jahrhundert veränderte sich der Charakter der Veröffentlichung und aus der „Vernissage“ wurde das Synonym für „Ausstellungseröffnung“, bei der man mit den Künstlern ausgiebig plaudern konnte.

In der Kunst wurde das Ereignis „Vernissage“ immer wieder thematisiert, z.B. von Honoré Daumier, von Ernst Ludwig Kirchner oder auch von Martin Kippenberger.

Mehr als 10.000 Besucher frequentieren jährlich die Ausstellungen im Heidelberger Forum für Kunst, und ein Stamm von Besuchern nimmt regelmäßig an den Eröffnungen teil. Diese Ausstellung ist gedacht als Hommage an das Publikum im Heidelberger Forum für Kunst, und der eine oder die andere wird sich in einem der Bilder wieder finden.
Gezeigt werden Arbeiten in unterschiedlichen Techniken: klassische Ölmalerei, Druckgafik, Zeichnung aber auch Fotografie. Das Ausstellungskonzept hat Werner Schaub erarbeitet.
Zugänglich ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 18 Uhr. Letzter Öffnungstag ist Sonntag, der 7.12. 2014.

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Vernissage, Katja Hess
Katja Hess, "Ohne Titel 1"

Vernissage, Dik Jüngling
Dik Jüngling, "Ohne Titel"


Manfred Paul* Kästner
Manfred Paul* Kästner „Der Anfang“

Roswitha Pape
Roswitha Josefine Pape „Über die Zeit“

Manfred Riederer
Manfred Riederer „Aus dem Raum in die Zeit“

Werner Schaub
Werner Schaub „Zwischen Jahrmillionen“

Hartmuth Schweizer
Hartmuth Schweizer „Laborinstallation“

Andrzej Urbanski
Andrzej Urbanski „Ohne Titel“

Felicitas Wiest
Felicitas Wiest „Warten 1“
„Die unsichtbare Dimension“ 17.10. - 09.11.2014

Am Freitag, dem 17. Oktober  wird um 20 Uhr die Ausstellung mit einer Einführung von Dr. Christmuth Präger eröffnet. Es handelt sich hierbei um ein bundesweit, triennal angelegtes Projekt, unter der Schrimherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Frau Prof. Monika Grütters, MdB.

Sieben Künstlerinnen und Künstler, Paul* M. Kästner, Manfred Riederer, Hartmuth Schweizer, Felicitas Wiest, Roswitha Josefine Pape, Werner Schaub und Andrej Urbanski, zeigen ihre Arbeiten.

Die Verbindung von eher gestischen Elementen mit figurativen Anleihen, die oft auch Einfügungen von Collagen sind, zeichnet die Arbeit „Der Anfang“ von Paul* M. Kästner aus. Mit diesem formalen Mittel schafft er es, nicht nur inhaltliche, sondern auch zeitliche Ebenen miteinander zu verschränken.

Manfred Riederer nähert sich der Relativität von Zeit in einem Zyklus von großformatigen Zeichnungen mit dem Titel „Raum und Zeit“. Nur auf den ersten Blick handelt es sich um Gerätschaften in Bewegung, an sich aber sind diese Gegenstände nicht als solche zu verifizieren. Deren Bewegung lässt an die physikalische Formel  denken,  also Meter pro Sekunde, oder  .

Den Aspekt Zeit mehrdimensional zu betrachten versucht Hartmuth Schweizer:  In manchen seiner Installationen spielt deren Herstellungsprozess als Dimension von Zeit eine Rolle, andere Installationen dagegen thematisieren die Gesetzmäßigkeit des Verfalls ganz direkt, sie verändern sich im Lauf einer Präsentation ständig. So ist dies die Chance, im Verfall, im Chaogenen, den Anfang von etwas Neuem zu sehen.

Mit einem Werk aus ihrem Hochdruckzyklus „Warten “ thematisiert Felicitas Wiest die differenzierten Auffassungen von Zeit in unterschiedlichen Lebenskulturen. So ist das Warten in afrikanischen Kulturkreisen keine Zeitverschwendung sondern die Möglichkeit zur zwischenmenschlichen Kommunikation während in Industrieländern das Warten finanziellen  sowie zeitlichen Verlust bedeutet, ganz nach dem Motto „time is money“.

Ein Kofferfund veranlasste Roswitha Josefine Pape, das Leben eines Menschen zu revisualisieren. Anhand der gefundenen Fotos, die sie als Collage auf dem Holzschnitt „Über die Zeit“ anbringt, verdeutlicht sie die Relativität der Wahrnehmung einer Zeit, die vom Zweiten Weltkrieg in die 50er Jahre reicht, scheinbar ohne Brüche.

Werner Schaub thematisiert in seiner Malerei „Zwischen Jahrmillionen“ die Wahrnehmung von Zeit schon durch die verwendeten Materialien, die pflanzlichen Produkte Holz und Teer, die unmittelbar neben- oder übereinander platziert, einen Zeitraum von Jahrmillionen zusammenpressen. Angereichert ist diese Konfrontation mit Maßgeräten unterschiedlicher, alltäglicher Provenienz wie Linealfragmente, die Unmöglichkeit der Messung solcher unermesslicher Zeiträume demonstrierend.

Eher subtil aber dadurch nicht weniger ausdrucksstark behandelt Andrej Urbanski das Thema Zeit. Vor allem in seinen kleineren Formaten sind es die kleinteiligen collagierten Elemente, die Aspekte von Zeit vermitteln. Ganz im Sinne der indogermanischen Wurzel des Wortes Zeit ist seine Arbeit durchzogen von linearen Elementen, die Bildteile voneinander abgrenzen oder zerschneiden, letztlich aber deutlich machen, dass der Versuch der Vermessung von Kunst vermessen ist.

Zugänglich ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 18 Uhr. Letzter Öffnungstag ist Sonntag, der 09. November 2014.

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Papier ist geduldig 12.09. - 12.10.2014

Am Freitag, dem 12. September wird um 20 Uhr die Ausstellung „Papier ist geduldig“ eröffnet, zur Einführung spricht Nicole Güther, M.A.
Folgende Künstler sind an der Präsentation, für die Werner Schaub das Konzept erstellt hat,  beteiligt: Christian Adam, Vera Bonsen, Rolf Buwing, Michaela Cremer, Angelika Dirscherl, Sonja Elmer, Peer Gessing, Caroline Laengerer, Ellis Neu, Hildegard Peetz, Regine Scharf, Lynn Schoene, Ludwig Schmeisser.     
Papier ist mehr als nur einfacher Bildträger. Als Vermittler von Botschaften, offensichtlichen und rätselhaften, lässt es sich dank grenzenloser Möglichkeiten in ein universelles Medium verwandeln.
Zum Bespiel interpretiert Michaela Cremer die bekannten Papierschirmchen als verstecktes Kommunikationsmedium im Eisbecher. Die scheinbar inhaltslosen und austauschbaren Schirmchen sind Unikate, in deren Schirmkrone sich ein einziges Stück chinesisches Zeitungspapier findet. Verdeckt von der Uniformität der Masse entsteht ein Dialog über Intention und Rezeption.
Am Material Papier faszinieren Vera Bonsen seine unbegrenzten Möglichkeiten, seine Flexibilität, wie auch seine vielfältigen Strukturen. Mit einer Faltung kann man Räumlichkeit herstellen, man kann es perforieren oder wie eine Textilie behandeln.
Angelika Dirscherl bezeichnet das Material Papier als Stoff des Lebens. In ihren Papierwelten beschäftigt sie sich mit den Möglichkeiten der Gestaltung und versucht, das Potenzial zu entdecken und zu nutzen um ein neues Eigenleben sichtbar zu machen.
Die Installation „Papierwerte“ von Sonja Elmer ironisiert die gültigen Vorstellungen von Idealen. Begriffe wie Gerechtigkeit, Würde, Nachhaltigkeit oder Vertrauen stehen für die schriftlichen Leitbilder einer sozialen Gemeinschaft, die obligatorisch und doch entwertet sind.

Auch Peer Gessing setzt sich mit dem Papier als Träger von Botschaften auseinander. Er setzt "sein" Siegel ein als Verweis auf die Tradition der Authentifizierung von Dokumenten oder Briefen. Seine gemalten Papierköpfe sind fragmentarisch und wie in einer Durchgangssituation. Der Transfer von Linien zu Bedeutungen wirkt angehalten auf dem Weg zum menschlichen Antlitz.
Zum näheren Betrachten laden die Arbeiten von Caroline Laengerer ein. Der erste Eindruck, es handle sich um versteinertes oder metallisches Material, trügt, denn beim genaueren Hinsehen erkennt man die simpleren Texturen von Sand und Papier, deren geheimnisvolle Aura es zu entschlüsseln gilt.
Ellis Neu fand für ihre „Wasserarbeiten“ viele Elemente, Muscheln, Federn, Schalen, Körner und kleine Steine am Strand.  Unberechenbar geordnet symbolisieren die Arbeiten Werden und Vergehen, Kommen  und Gehen, allgegenwärtige und ständige Bewegung.
Der Zweckentfremdung eines Alltagsprodukts, der Küchenrolle, widmet sich Hildegard Peetz. Eine Reihe von Schnecken, die allesamt aus Haushaltspapier hergestellt sind, versinnbildlicht die Neuinterpretation einer Massenware. Aus einem billigen Wegwerfprodukt werden Individuen. 
Lynn Schoene stellt selbstgeschöpftes Papier her. Sie tränkt und verfremdet die strukturierte Oberfläche mit Bienenwachs, wobei die Faserstruktur immer noch erkennbar bleibt bzw. durch schimmert.
 Ludwig Schmeisser hat in seinem Diptychon „Nymphaion“ den natürlichen Lauf des Wassers in verschiedenen Techniken symbolisch nachgezeichnet und verweist mit der Darstellung von antiken Wassergottheiten auf den Ursprung des Lebens.
Zugänglich ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 18 Uhr. Letzter Öffnungstag ist Sonntag, der 12. Oktober 2014.

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Papier ist geduldig, Dirscherl
Angelika Dirscherl „Hexenring 1“

Papier istbgeduldig, Gessing
Caroline Laengerer „Wandobjekt“

Papier ist geduldig, Längerer
Peer Gessing „Papierkopf II“

Papier ist geduldig, Neu
Ellis Neu „Und über dem Wasser …“

Und was geschieht dann mit der Kunst?

Am Samstag, dem 27. September fand im Heidelberger Forum für Kunst um 14 Uhr die Veranstaltung zum Umgang mit künstlerischen Nachlässen statt, die in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Heidelberg vorbereitet wurde. Trotz des parallel laufenden Altstadtfestes „Heidelberger Herbst“ war die Veranstaltung mit fast 60 Personen sehr gut besucht. Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner, der in seiner Rede sowohl den gesellschaftlichen als auch den privaten Aspekt des Themas streifte und auf die städtischen Ankäufe sowie die Reihe der Retrospektiven hinwies, eröffnete die Gesprächsrunde. Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Vorstandsmitglied der Stiftung Kunstfonds referierte über Brauweiler als ein Modell bzw. Beispiel für den nachhaltigen Umgang mit künstlerischen Nachlässen. Er erwähnte, dass eine hochkarätige Jury über die Aufnahme der Werke bzw. Nachlässe entscheide und betonte, dass auch bedingt durch die Finanzmittel Brauweiler als bundesweite Einrichtung zu verstehen sei. Silvia Köhler, Geschäftsführerin der Stiftung Künstlernachlässe Mannheim stellte diese Einrichtung als bewusst regionales Projekt vor, das es seit 2005 gibt. Sie ermöglichte einen visuellen Einblick in die Gebäude und erwähnte die 12 KünstlerInnen, von denen Arbeiten bzw. komplette Nachlässe übernommen wurden. Anspruch ist es, nicht als Bilder-Friedhof zu fungieren, sondern durch Ausstellungen, Vorträge und Gesprächsreihen die Nachlässe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Werner Schaub, der Vorsitzende und Sprecher des BBK Bundesverbandes stellte die alternative Strategie zur kollektiven Bewahrung einer künstlerischen Szene vor, wie sie in Heidelberg zumindest seit 1989 praktiziert wird. Die Stadt organisiert den Ankauf von Werken aus allen Bereichen der zeitgenössischen Kunst und hat so im Laufe der Jahre mehr als 500 Arbeiten erworben, von mehr als 150 KünstlerInnen. Frank Michael Zeidler, der Vorsitzende des Deutschen Künstlerbundes berichtete über den Konflikt zwischen künstlerischen Tun und der Organisation des eigenen Nachlasses. Er hob vor allem die Notwendigkeit hervor, sich bereits zu Lebzeiten mit dem Gedanken zu beschäftigen, was einmal mit den Arbeiten geschehen sollte und hierfür auch geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Im Anschluss gab es eine rege Diskussion mit Anfragen bzw. kurzen Statements aus dem Publikum. Erwähnenswert vor allem die Anregung, bei der Stadt Heidelberg angesichts der vorhandenen Konversionsflächen auf die Bereitstellung von Lagerräumen hinzuwirken, in denen ggf. künstlerische Nachlässe verwahrt werden könnten.


Vortragsreihe zum Umgang mit Künstlerischen Nachlässen
am Samstag, 27. September 2014, 14.00 Uhr

im Heidelberger Forum für Kunst,
Heidelberg, Heilig Geist Straße 21 (Altstadt)

Nach dem Ableben von Künstlerinnen und Künstlern
stellt sich für die Erben die Frage, welche Möglichkeiten
es für die Bewahrung deren Lebenswerkes gibt.
Vier Referate behandeln unterschiedliche Lösungsansätze
zu dieser Problematik.
Am Ende der Veranstaltung stehen die Referenten für Fragen
zur Verfügung.

Begrüßung:
Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister
„Brauweiler: ein Beispiel für den nachhaltigen
Umgang mit Nachlässen von Künstlern“

Referat von Prof. Dr. Gerhard Pfennig,
Vorstandsmitglied der Stiftung Kunstfonds

„Die Stiftung Künstlernachlässe Mannheim“
Referat von Silvia Köhler,
Geschäftsführerin dieser Stiftung

„Eine alternative Strategie zur kollektiven
Bewahrung einer künstlerischen Szene“
Referat von Werner Schaub,
Vorsitzender und Sprecher des BBK Bundesverbandes

„Festhalten – Loslassen.
Der Konflikt zwischen künstlerischem Tun
und der Organisation des eigenen Nachlasses“
Frank Michael Zeidler
Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes

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Nachlassveranstaltung
Foto: RJ Pape

Nachlassveranstaltung
Foto: RJ Pape

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Lilli Engel
Lilli Engel

Raffael Reinsberg
Raffael Rheinsberg

Lilli Engel
Lilli Engel
„Heitodelkibergo“ 18.07. - 17.08.2014

Am Freitag, dem 18. Juli wird um 20 Uhr die Ausstellung von
Raffael Rheinsberg und Lilli Engel eröffnet. Zur Einführung spricht Prof. Hans Gercke.

Heidelberg wird von sehr vielen japanischen Touristen besucht wird und ein Geschäft z.B. bietet nicht nur in deutscher sondern auch in japanischer Schrift seine Waren an.

Darum haben Raffael Rheinsberg und Lilli Engel eine Form gefunden, die dieses Phänomen aufgreift und unter dem Titel „ Heitodelkibergo“ eine Beziehung herstellt.

Auf dem Boden wird eine große Arbeit von Raffael  Rheinsberg aus Tokio und an den Wänden in japanischer Schrift die Übersetzung eines Heidelberger Liedes auf ca 15 kleinen Arbeiten im Format 30x30 cm präsentiert.

Raffael Rheinsberg und Lilli Engel arbeiten seit 1989 zusammen und präsentierten in der Vergangenheit immer wieder eigene, auf die jeweiligen Räume bezogenen Ausstellungen, wie z.B. „Der Krieg ist nie vorbei“ in einem Berliner Hochbunker, „Koffermauer – Klagemauer“ in der Stadtgalerie Kiel oder „Maikäfer flieg“, ebenfalls in einem Berliner Hochbunker.

Beide sind international bekannt, ihre Arbeiten stehen in wichtigen zeitgenössischen Sammlungen und Museen, im Kiasma  Museum für zeitgenössische Kunst, Helsinki, dem Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart Berlin, der Kunsthalle in Kiel oder der Wanas Foundation in Knislinge.

Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der der 17.8. 2014. Geöffnet ist die Galerie Dienstag bis Sontag von  14 bis 18 Uhr.    

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„Kultur macht stark“- auch an der Albert Schweitzer Schule!

In Kooperation mit dem BBK Heidelberg und dem Theater und Orchester der Stadt Heidelberg treffen sich seit September 2013 wöchentlich 24 Kinder zu einem ungewöhnlichen Projekt:
Unter der Leitung der Künstlerin Roswitha Pape und der Theaterpädagogin GabijaDiawara entsteht mit Begleitung der Lehrerin Silvia Zehner und des Theatermitarbeiters Mirca Krajcin ein komplexes Kunstwerk. Künstlerisches Gestalten und theaterpädagogischer Ausdruck fließen in ein gemeinsames Bühnenstück. Angelehnt an Miro`s “Die kleine Blonde im Park der Attraktionen“ entwickelt die Theatergruppe ein eigenes Bühnenstück, welches am Ende des Schuljahres im Gesellschaftshaus im Pfaffengrund aufgeführt wird.
Die Kunstgruppe entwirft ein entsprechendes Bühnenbild dazu, sowie Requisiten und Kostüme. Glücklicherweise haben die Künstler einen eigenen Raum in der Schule bekommen, sodass für die verschiedenen Arbeitsbereiche ein Maltisch, ein Papierschneidetisch und ein Ideentisch eingerichtet werden konnten.
Mit großem Erfolg wurde in einer Werkschau am 28. Januar in der Aula der Albert Schweitzer Schule das erste Zwischenergebnis gezeigt: Die ersten Bühnenbilder sowie die ersten Text- und Auftritts Ideen
Sind Sie neugierig geworden auf die Arbeit der Kunst- und Theater-AG?
Dann kommen Sie doch am 26. Juni 2014 um 14:30 Uhr in das Gesellschaftshaus Pfaffengrund, Diebsweg Ecke Baumschulenweg, zur Uraufführung.
Falls Sie diesen Termin nicht wahrnehmen können, am Mittwoch, den 23. Juli wird das Stück im Rahmen der Schülertheatertage im Jungen Theater in der Zwingerstraße gezeigt.
Bei den beiden Aufführungen wird der bekannte Künstler Huub Dutch aus Heidelberg für den musikalischen Rahmen sorgen.

                     
Das Gesamtprojekt „Wir sind`s“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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Albert Schweitzer Schule
Foto: Roswitha Josefine Pape
Albert Schweitzer Schule
Foto: Roswitha Josefine Pape


sportlich, Natalia Berschin
Natalia Berschin „Regina“

sportlich, Rolf Buwing
Rolf Buwing „Geschichte“

sportlich, Katja Hess
Katja Hess „Wettkampf 3“

sportlich, Regine Scharf
Regine Scharf „Torhüter“
"sportlich" 06.06. - 13.07.2014

In der Kunst ist Sport kein Genre, das sehr oft inhaltlich Niederschlag findet wie etwa die Landschaft oder die Figur, auch wenn es durchaus einige Beispiele gibt, wie etwa bei den Impressionisten.
Dabei hat der Sport eine durchaus  wichtige gesellschaftliche Funktion, ein Blick in die Fernsehprogramme spricht da Bände, und die Sender lassen sich die Übertragung von Sportereignissen Milliarden kosten.
Ein gutes Beispiel für Milliardeninvestitionen ist die kommende Fußballweltmeisterschaft in Brasilien, die ja durchaus nicht unumstritten sind, weil das Geld dann in den Bereichen Bildung oder Krankenversorgung fehlt. Der Widerstand der Bevölkerung ist ja ausreichend in den Medien dokumentiert worden.
Dem gegenüber muss aber festgehalten werden, dass z.B. in Deutschland nahezu die Hälfte der Bevölkerung sportlich interessiert ist, viele sind in Sportvereinen organisiert oder betreiben auf privater Ebene Sport.
Am Freitag, dem 6. Juni wird um 20 Uhr die Ausstellung „sportlich“ eröffnet, mit Arbeiten von 13  Künstlerinnen und Künstlern: Hans Joachim Ahrens, Natalia Berschin, Vera Bonsen, Rolf Buwing, Luitgard Borlinghaus, Hella Ebing, Katja Hess, Knut Hüneke, Gerd Konrad, Ada Mee, Isabell Riederer, Regine Scharf, Karl Heinz Treiber, Felicitas Wiest.
Die ausgestellten Werke sollen sich mit der Thematik „Sport“ im weitesten Sinne auseinandersetzen und die ganze Bandbreite der gesellschaftlichen Dimension von Sport spiegeln. Denkbar sind sowohl Beispiele mit eher dokumentarischem Charakter als auch kritische Auseinandersetzung mit dem Leitungssport, auch Verhaltensweisen von Zuschauern oder Fans sind denkbar.
Gezeigt wird dies u.a. in Fotografien, Collagen, Acrylmalerei, Zeichnungen, aber auch dreidimensionalen Arbeiten.

Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 13. Juli. Geöffnet ist die Galerie Dienstag bis Sontag von 14 bis 18 Uhr.

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Nicht nur Pommes 22.05. - 01.06.2014

Der Schülerwettbewerb im Heidelberger Forum für Kunst hat eine mittlerweile mehr als 25- jährige Tradition. Er unterscheidet sich von den sonst üblichen Wettbewerben durch ganz spezifische Merkmale.
Die gestellten Themen nehmen Bezug zu allgemeinen gesellschaftlichen Fragen.
Alle eingesandten Arbeiten werden in einer Ausstellung gezeigt, um ganz direkt die Leistung der Kinder und Jugendlichen anzuerkennen.
Die Teilnehmer, die zur Eröffnung kommen, erhalten eine kleine Anerkennung,
z.B. ein Poster, einen Malkasten, eine kleine Grafik usw.
Unterstützt wird das Projekt vom Freundeskreis des Gymnasiums des Englischen Instituts Heidelberg, der Stadt Heidelberg und vom Heidelberger Forum für Kunst.

Das Thema Ernährung nimmt seit vielen Jahren eine immer wichtigere Rolle ein, sowohl in der öffentlichen wie auch in der privaten Diskussion. Viele werden sich an
die Skandale rund um Massentierhaltung, Grundwasserverseuchung durch Düngemittel und vieles mehr erinnern. Aber trotzdem freuen wir uns auch über gutes und vielleicht sogar gesundes Essen, zuhause und in der Gaststätte. Deshalb in diesem Jahr der Titel „Nicht nur Pommes“

Erlaubt waren alle denkbaren Techniken, malen, zeichnen, collagieren -  vorgegeben war nur das Format A5.

Eröffnet wird die Ausstellung mit sicher ca. 500 Exponaten am Donnerstag, den 22. Mai 2014, um 16.00 Uhr im Heidelberger Forum für Kunst.
Zur Begrüßung sprechen , Ursula Werner (1. Vorsitzende des Freundeskreises des Gymnasiums des Englischen Instituts Heidelberg und Werner Schaub.
Die Ausstellung endet am 1. Juni  im Heidelberger FORUM für KUNST, Heiliggeiststrasse 21 in der Heidelberger Altstadt. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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Nicht nur Pommes
Bastian

Nicht nur Pommes
Clara

Nicht nur Pommes
Lisa

Nicht nur Pommes
Pia


Bilder zu der Ausstellung können hier angeschaut werden oder auch downgeloadet werden!


Einladung Istanbul
Ausstellungsprojekt „Fremd“

Austauschausstellungen und Kooperationen mit anderen Künstlergruppen aus dem In- und Ausland haben im Heidelberger Forum für Kunst eine lange Tradition.
Bereits 1983, lange bevor überhaupt an eine politische „Wende“ zu denken war, gab es eine erste Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern aus Polen, mit einer gemeinsamen Präsentation von Zeichnungen und Druckgrafik in Danzig und in Heidelberg.
Es folgten in jedem weiteren Jahr internationale Ausstellungen, mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten bei der Auswahl der zu präsentierenden Arbeiten: Montpellier, Cambridge, Kumamoto, Rehovot, Thessaloniki, Warschau, Tiflis, Riga, Bangkok, Sao Paulo, Arad, Rio de Janeiro , Pécs, Nijmegen, Bombay, Prag, Dakar, Beijing.
Im Jahr 2014 ist jetzt die Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern aus Istanbul und Heidelberg verabredet.  Initiiert und vorbereitet von Dieter v. Merhart (Merhart Gallery Istanbul) und Werner Schaub (Vorsitzender  des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler).
Thema der Ausstellung „Fremd“: Mitten drin in Heidelberg oder in Istanbul kann ich mich als Fremder empfinden. Oder wo auch immer. Wir sagen oder denken oder palavern, dass die Fremden die Fremden sind, also die, die nicht die sind, die wir nicht als Fremde bezeichnen. Die These könnte sein: Ich bin der Fremde, der Schwarze, der Japaner, der Türke, der Deutsche, der daher gelaufene Tourist, der nicht hierhergehört – ich gehöre auch nicht hierher, ich möchte angepöbelt werden, ich will, dass ihr mich verachtet. Schaut her, schon wieder so einer. Der Hintergrund dieser Thematik ist die teilweise verbreitete Angst, zumindest der Vorbehalt dem Fremden gegenüber. Natürlich ist dieses Phänomen in vielen europäischen Ländern präsent.
Je 10 Künstlerinnen und Künstler aus Istanbul und Heidelberg werden hierzu ihre Werke präsentieren,
und zwar als zweidimensionale Arbeiten im Format 80x80cm.
Eine Jury in Istanbul hat aus den Reihen der Heidelberger Bewerbungen folgende Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt: Susanne Bauernschmitt, Natalia Berschin, Angelika Dirscherl, Katja Hess, Manfred Kästner, Roswitha Josefine Pape, Lynn Schoene, Klaus Staeck, Raingard Tausch, Andrzej Urbanski.

Eine Jury in Heidelberg hat im Gegenzug aus den Istanbuler Bewerbungen folgende Künstlerinnen und Künstler ausgewählt: Devabil Kara, Kadir Akyol, Murat Ozkasim, Timurtas Onan, Cetin Pireci, K. Deniz Pireci, Orhun Erdenli, Ekin Onat, Hüsamettin Koçan, Tüllin Onat.

Die Eröffnung in Heidelberg wird am Freitag, dem 11. April um 20 Uhr stattfinden, mit einer Performance der international bekannten Künstlerin Nezaket Ekici.

Gezeigt wird die Präsentation bis zum 18.5. im Heidelberg. Danach werden die Arbeiten nach Istanbul geschickt und in der Galerie Merhart ausgestellt.

Zur Dokumentation dieser gemeinsamen Ausstellung ist an einen zweisprachigen Katalog gedacht, der in Istanbul und Heidelberg präsentiert wird.

Diese gemeinsame Ausstellung, der künstlerische „Dialog“ zwischen den unterschiedlichen Kulturen, könnte zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen. Wir hoffen, dass nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, sondern auch die Menschen beider Städte von diesem „Dialog“ profitieren und nicht nur eine „gelungene“, sondern vor allem auch informative Ausstellung sehen werden.

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Kunstquellen 14.03. - 06.04.2014

Am Freitag, dem 14. März wird um 20 Uhr die Ausstellung „Kunstquellen“ eröffnet mit einer Einführungsperformance von Peter Sieron und Paul* M. Kästner.
Was Künstler zu ihren Werken inspiriert, kann so verschieden sein, wie es die Werke sind.  Ob alte Meister oder das eigene turbulente Leben: Quellen, aus denen Künstler schöpfen, um schöpferisch zu schaffen, sind vielfältig.
Sie zum Thema einer Ausstellung werden zu lassen, nehmen sich sechs Künstlerinnen und Künstler vor:

Roswitha Pape mit einem Holzschnitt „Urbane Performer“
Gerhard Kilger mit Mischtechniken „Die Quelle ist schöpferische Kreativität“
Lynn Schoene mit kleinen Objekten „Behind every great man is a woman“
Heiko Hofmann mit Eitemperaarbeiten aus der Serie „Lust“
Standford Fata mit Skulturen aus afrikanischem Serpentin, z.B. „Let`s talk“
Petra Lindenmeyer mit Mischtechniken zu „Verbunden“

Also keine Nachahmungen von Ruhmeskünstlern, sondern ein breites Spektrum eigener Gestaltung in unterschiedlichen Techniken.

Zugänglich ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 18 Uhr. Letzter Öffnungstag ist Sonntag, der 6.4.  2014.

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Heiko Hofmann, Kunstquellen
Heiko Hofmann

Gerhard Kilger, Kunstquellen
Gerhard Kilger


Dirk Klomann
Dirk Kloman „low budget painting“ 

Manfred Paul* Kästner
Manfred Paul* Kästner „garantiert Kunst“

Klaus Meyer
Klaus Meyer „garantiert Kunst II“
Garantiert Kunst

Was passiert, wenn „Schaf-Tier“ auf ein künstliches Produkt eines „Mensch-Tieres“ schaut? - dies stehend vor einem Reliefbild? Wie hoch ist die intellektuelle Überforderung des Tieres dabei? Anderseits oder in der Umkehrung, schaut der Mensch auf eine kunstvolle Schafherde, befindet er sich gleichwohl in einer intellektuellen Überforderung, ohne Gebrauchsanleitung. Mit dieser Fragestellung stellt Christian Adam dem Betrachter, der gleichzeitig in Augenhöhe mit Fotos von Hitler konfrontiert wird, vor einem Rätsel.

Lösbarer ist dagegen das Anagram-Spiel mit den hängenden 5-teiligen Buchstaben-Objekt „STUNK-UNKST-TUNKST-KUNST“ von Alexander Ginter. Die Kunstgarantie leitet sich auf unterschiedlichen Ebenen aus der Kunstgeschichte ab. Aspekte wie Material- oder Farbwahl spielen dabei ebenso eine Rolle wie das bekannte Proportionsschema.

Paul* setzt sich ganz ohne Ironie mit dem Bedeutungsfaktor in der Kunst auseinander. Nicht nur, dass nach Beuys jeder Mensch ein Künstler sei, so Paul*, es sei auch selbstverständlich, dass jedes Bild Kunst sei. Damit erheische jedes Bild auch Bedeutung. Mit seinen beiden Bildwerken behauptet Paul*, auch er sei ein bedeutender Bedeutungsdenker, und als solcher liebe er Kunstwurst mit viel Bedeutungssauce.

Wer bestimmt den Status eines Kunstwerks? Wann ist Malerei Kunst und wer garantiert uns, dass das, was wir in einer Ausstellung sehen, wirklich Kunst ist? Entsteht der Kunstgedanke erst durch den Betrachter? Dirk Klomann wirft diese und andere Fragen mit seinen „Low-Budget Paintings“ auf.
Klaus Meyer zeigt sich mit seiner Fotoserie „A view back to the future“ von der Macht der Monumentalität der Tate Modern in London und der Geruch der Themse überwältigt: „ Der Künstler bebt beim Anblick von Tate.“ Eine Ansicht ohne Weile ist für ihn eine Impression einer Rastlosigkeit.

In den Werken von Mario Urlaß wird die Natur zum Anlass künstlerischer Verschlüsselung, zu einem Spiel mit vorhandenen Beständen, das wiederum selbst eine mögliche Form von Natur darstellt. Seit 2007 arbeitet Mario Urlaß an das Werk „Hybride“, eine Installation auf Leuchttischen, welche eine Laborsituation und Züchtungsszenarien simuliert. Die verwendeten Materialien sind meist tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Hier geht es gleichzeitig um ein Pendeln zwischen Ästhetik, Poesie und dem Anstoßen ethischer Fragestellungen.

Die Künstler führen in der Vernissage der Ausstellung am Freitag den 14. Februar 2014 um 20 Uhr selbst ein.

Zugänglich ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 18 Uhr. Letzter Öffnungstag ist Sonntag, der 9. März 2014.

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Malerei von Alex Feuerstein 10.01. - 09.02.2014

In seinen jährlichen Gastausstellungen im Forum für Kunst präsentiert das städtische Kulturamt Künstlerinnen und Künstler mit direktem Bezug zu unserer Stadt. Zuletzt im Rückblick, mit der vielbeachteten Ausstellung der Bilder des ‚Postkartenmalers‘ Heinrich Hoffmann, mal zeitgenössisch wie 2012 mit den Bildern Bernd Gehrigs aus dem Bereich der Außenseiterkunst.

In diesem Jahr zeigt das Kulturamt ‚junge Kunst‘, Arbeiten des 1981 in Heidelberg geborenen Künstlers Alex Feuerstein. Feuerstein, der nach seinem Abitur am Heidelberg College eine Ausbildung zum Grafik-Designer absolvierte, studierte in den Jahren von 2006 bis 2011 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, zuletzt als Meisterschüler von Prof. Erwin Gross.
Im Zentrum seiner gegenständlichen Malerei stehen menschliche Figuren in unbestimmten Situationen, in unbestimmten Gegenden. Alltägliche Handlungen und menschliche Zusammenkünfte werden als mysteriöse Phänomene dargestellt, die dem Betrachter Fragen auf unterschiedlichen Ebenen stellen.

Die Eröffnung ist am Freitag, dem 10. Januar 2014 um 20 Uhr. Zur Begrüßung wird Hans Martin Mumm, der Leiter des Kulturamts erwartet. Zur Einführung spricht Stefan Hohenadl.

Letzter Tag der Ausstellung ist Sonntag, der 09.02.2014

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Alex Feuerstein
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Alex Feuerstein
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